Stadtgeschichte

Bereits vor 4000 Jahren war das Gebiet zwischen Elster, Pleiße und Parthe besiedelt. In der Zeit der Völkerwanderung zogen verschiedene germanische Stämme durch dieses Gebiet. Ab dem 6. Jahrhundert war dieses Gebiet schließlich slavischer Siedlungsraum und im 7.-9. Jahrhundert entstand in der Nähe des Zusammenflusses der Elster und Parthe eine Siedlung namens Lipzi (altsorbisch für Linde).
Die Slawen bewohnten und bestellten das Gebiet, aber 928 wurden die slawischen Bauern von deutschen Feudalherren unterworfen.
Das erste mal schriftlich genannt wird Leipzig 1015. Der Bischof Thietmar von Merseburg erwähnte in seiner Chronik "Urbs Libzi".
In den Folgenden Jahren entstehen Kaufmanns-und Handwerkersiedlungen an der Kreuzung der Via Regia mit der Via Imperii.

1165 wird Leipzig schließlich zur Stadt, denn der Markgarf Otto, "der Reiche", von Meißen verleiht das Stadtrecht und das Marktprivileg. Zu diesem Zeitpunkt hat Leipzig knapp 500 Einwohner und die, bis heute, größte Kirche der Stadt, die Nikolaikirche wird geweiht. Ihr Namensgeber ist St. Nikolaus, der Schutzpatron der Kaufleute.

1212 wird die andere, berühmte Kirche Leipzigs erbaut, die Thomaskirche. Außerdem wird der Augustiner-Chorherrenstift St. Thomae gegründet, er beherbegt den gleichnamigen, berühmten Chor.
Der Aufstand der Leipziger Bürger gegen den markgräfischen Stadtherren Dietrich von Meißen wird 1216 niedergeschlagen.
1263 wird die Gerichtsbarkeit des landesherrlichen Vogts aufgehoben.

Leipzig gilt als die älteste Messe der Welt, die Grundlage dafür legte 1268 der Markgraf Dietrich von Landsberg, als er er allen, zu der Leipziger Messe reisenden, Kaufleuten freies Geleit zu sicherte. Aus Rücksicht gegenüber den jüdischenKaufleuten wurde außerdem der Markttag von Samstag auf Freitag verlegt.
1287 erhält die Stadt das Münzrecht und für das Jahr 1287 wird zum ersten Mal der Gebrauch eines Stadtsiegel gesichert nachgewiesen.
Die Leipziger Universität "Alma mater Lipsiensis" wird 1409 gegründet.
Wie überall im Mittelalter, so verschärfen sich auch in Leipzig die Lebensbedingungen für Juden. Ab 1430 dürfen sich Juden schließlich nur noch während der Messetage innerhalb der Stadt aufhalten. Die Messe allerdings wird immer erfolgreicher und 1458 wird der Neujahrmarkt als dritte Messe im Jahr mit kurfürstlichen Privilegien ausgestattet.
Die städtische Musikpflege beginnt 1479 mit der Einstellung von drei Stadtpfeifern, ihre Aufgabe war es Festlichkeiten einen musikalischen Rahmen zu geben.
Aber auch der Buchdruck war in Leipzig traditionell beheimatet. 1481 wird zum allerersten mal ein Buch in Leipzig gedruckt (von einem Wanderdrucker) und schon 4 Jahre später entsteht die erste Buchdruckerei in Leipzig.
Ebenfalls 1485 wurde in Leipzig die Teilung Sachsens (Leipziger Teilung) besiegelt. Die Brüder Ernst und Albrecht III, Herzöge von Sachsen und Erben der wettinischen Länder beschlossen in diesem Vertrag ihre Lädereien untereinander aufzuteilen.
1497 erzielt die Leipziger Messe einen weiteren Erfolg, denn Kaiser Maximilian I. erteilt das kaiserliche Reichsmesseprivileg.
Auch die innerstädtische Infastruktur wird ausgebaut und im Jahr 1501 wird die erste Wasserleitung in Auftrag gegeben. Die nächsten Jahre bringen der Stadt Leipzig ebenfalls nur noch mehr Rechte, denn wieder Kaiser Maximilian I. verleiht ihr das Stapelprivileg (1507) und Herzog Georg schließlich die Gerichtsbarkeit (1508).

Die Stadt richtet 1511/1512 die Nikolaischule als erste städtische Schule ein. Bisher war nicht die Stadt Träger einer Schule, sondern eine ander Institution.
In Folge der lutherischen Thesen und dem darüber entbrannten Streites wurde Martin Luther 1519 zur Disputation mit Dr. Johann Eck auf die Pleißenburg eingeladen. In der Leipziger Disputation wurden Fragen zum Ablass, der Buße, des Fegfeuers, des freien Willens und die Papstgewalt erörtert.

1523 beginnt der Leipziger Kaufmann Gottlieb Barthel mit dem Bau eines Messehofes, dem Barthelhof.
1539 kommt Luther erneut in die Stadt und predigt in der Thomadskirche. Somit ist die Reformation auch in Leipzig vollzogen.
Die Universität der Stadt wird erweitert, denn der neu entstandene Botanische Garten (1542) wird von ihr als Arzneimittellager genutzt und von Herzog Moritz bekommt sie 1543 das Paulinerkloster geschenkt. Herzog Moritz verteilt noch weitere Klöster, indem er das Kirchen- und Schulpatronat dem Leipziger Rat überträgt. Somit werden das Barfüßer-, das Thomas- und das Georgennonnenkloster an den Leipziger Rat verkauft. In den nächsten Jahren wird das Stadtbild um einige Bauten erweitert: Ausbau der Stadtbefestigung (1553), Bau der Alten Waage und des Alten Rathauses (1555-56), Bau der Fürstenhauses (1558). Die städtische Infrastruktur wird 1613 durch den Bau eines Postamtes erweitert.

Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges kommt es in Lützen bei Leipzig zu einer Entscheidungsschlacht, bei deren Verlauf der schwedische König Gustav Adolf fällt.
Über 4000 Einwohner fallen 1637 der Pest zum Opfer.
Ab 1660 werden in Leipzig nicht nur Bücher gedruckt, sondern auch eine Zeitung. Die "Neu-einlauffende Nachricht von Kriegs- und Welt-Händeln" ist zudem die erste Tageszeitung der Welt.
1677 stiftet Ulrich Groß der Stadt Leipzig die Ratsbibliothek, ein Jahr später beginnt der Bau der Kaufmannsbörse (Alte Börse) am Naschmarkt, welcher 1687 fertiggestellt wird.
1682 erscheint, als erste Gelehrtenzeitschrift im Deutschen Reich überhaupt, "Acta Eruditorium", und ihr Herausgeber ist Otto Mencke der Professor für Polizik und Moral.
An der Leipziger Universität wird 1687 zum ersten mal ein Kolleg auf Deutsch gehalten. Das Stadtleben wird 1693 mit der Eröffnung des Opernhauses um ein weiteres musikalisches Highlight bereichert.
Das bis heute existierende und beliebte "Kaffeebaum" wird 1694 gegründet.
Nachdem die Stadt sehr früh Straßenbeleuchtungen errichtet hatte (1701), wurde sie häufig "Kleines Paris" genannt, zusätzlich wurden die Einwohner im Adreßbuch "Das ietzlebende Leipzig" erfasst.

Das musikalische Leben in Leipzig wird von 1723-1750 von J.S. Bach geprägt, der zu dieser Zeit Thomaskantor und Stadtmusikdirektor war. Während seines Aufenthaltes in Leipzig komponierte er u.a. die Johannespassion, die Matthäuspassion, das Weihnachtsoratorium, die H-Moll-Messe und die Kunst der Fuge.
Eine weitere musikalische Errungenschaft ist 1743 die Gründung des Großen Concerts, dass als Vorläufer des heutigen Gewandhausorchesters gilt, zudem ist es eines der ersten bürgerlichen Konzertorchester. Mit der Gründung des Musikverlagswesens in Leipzig werden ab 1754 Noten gedruckt und nicht mehr geschrieben.
1756, nach zweijähriger Bauzeit, ist das Gohliser Schlößchen fertig.

Im Verlauf des sieben-jährigen Krieges wird Leipzig von preußischen Truppen besetzt und muss horrende Kontibutionszahlungen an Preußen leisten.
1764 wird die Kunstakademie gegründet und von Adam Friedrich Oeser geleitet. Bei diesem nahm Johann Wolfgang von Goethe während seinem Studienaufenthaltes 1765-68 Zeichenunterricht. Auch inspirierte ihn die Sage von Fausts Fassritt (1525) zu der Passage "Auerbachs Keller" in seinem Stück "Faust I".
Ab 1765 vertritt die neugegründete "Buchhandlungsgesellschaft" die Interessen der 56 Verleger. So soll der Raubdruck bekämpft und der Tauschhandel durch Netto-Handel (Ware-Geld Geschäfte) ersetzt werden.
1770 beschließt man die Stadtbefestigung abzureißen und der Promenadenring entsteht.
1781 wird der neue Saal des Gewandhauses mit einem Konzert eingeweiht.
Zur besseren Orientierug werden in Leipzig 1793 Hausnummern eingeführt.

1806 besetzen französische Truppen Leipzig, diese bleiben dort, bis am 19.10.1813 die verbündeten Armeen Rußlands, Preußens und Österreichs Napoleon besiegen. In der Völkerschlacht sterben 120.000 Menschen.
1813 wird in Leipzig der berühmte Komponist Richard Wagner geboren.
Der Börsenverein der deutschen Buchhändler wird 1825 in Leipzig gegründet und gibt von nun an das Börsenblatt heraus.
Die Firma Brockhaus lässt ab 1826 an ihre Bücher industriell herstellen. Ein anderer bekannter Verlag, Reclam, wird zwei Jahre später gegründet.

Erhebliche Unruhen brechen 1830 in der Stadt aus und führen letztendlich zu einer Staatsreform von Sachsen. Ein Jahr später tritt die Landesverfassung in Sachsen in Kraft und auch in Leipzig ändert sich durch die neue Stadtverfassung einiges. Denn dadurch wird jetzt zum allerersten Mal eine Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die Stadt ist mittlerweile auf 41.000 Einwohner angewachsen.
Von 1835-1847 ist wieder ein berühmter Komonist in einer führenden musikalischen Stellung tätig, denn Felix Mendelssohn Bartholdy wird der Kapellmeister des Gewandhausorchesters.
Das Verbot einer jüdischen Gemeinde innerhalb der Stadt von 1430 wird aufgehoben und ab 1837 ist die Neugründung einer neuen jüdischen Gemeinde erlaubt.
Die Gasbeleuchtung wird 1838 eingeführt.

Mit der Eröffung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden 1839 entwickelt sich Leipzig immermehr zum Verkehrsknotenpunkt und gewinnt immer mehr Bedeutung in Mitteldeutschland. Diese Bahnstrecke ist die erste Fernverbindung zweier Städte überhaupt in Deutschland.Um dem wachsenden Zugverkehr abfertigen zu können beginnt man 1840 mit dem Bau des Bayrischen Bahnhofs. 1842 wird der Bahnhof in Betrieb genommen und gilt somit als der älteste, erhaltene Kopfbahnhof Deutschlands.
Felix Mendelssohn Bartholdy gründet 1843 zusammen mit Robert Schuhmann das Konservatorium der Musik. Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig wird 1846 gegründet.

Im Zuge der Revolution von 1848 wird Robert Blum als Abgeordneter der Stadt Leipzig für das Vorparlament in Frankfurt gewählt.
Die jüdische Gemeinde in Leipzig wächst wieder und baut 1855 eine große Synagoge in der Gottschedstraße.
1863 wird in Leipzig der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein von Ferdinand Lassalle gegründet.
Das neue Theater, wird auf dem Augustusplatz 1868 eröffnet.
1870 zählt Leipzig 100.000 Einwohner und ist somit eine Großstadt geworden.
Die Stadt erhält jetzt neben dem botanischen Garten auch einen zoologischen Garten. (1878) Dieser zeigt auch gleich eine richtige Sensation, denn erstmals in Deutschland werden Orang-Utans der Öffentlichkeit präsentiert.
Das Concerthaus zieht 1884 in den neuen Bau im Musikviertel um. Der Mendebrunnen, ebenfalls 1884 erbaut, steht seit 1982 vor dem neuen Gewandhaus auf dem Augustienerplatz.

1888 wird auf Befehl von Kaiser Wilhelm II. das Reichsgericht in Leipzig erbaut. Der Bau wurde 1895 abgeschlossen und dann vom Kaiser persönlich eingeweiht. Seit 2002 befindet sich das Bundesverwaltungsgericht in diesem Gebäude.
Die Universität bekommt eine neue Bleibe, diese wird von 1891-1897 am Augustusplatz erbaut.
Ab 1894 entsteht in Leipzig die Deutsche Zentralbücherei für Blinde. Somit erweitert Leipzig sein Bildungs und Kulturangebot nocheinmal erheblich.
Auch die Leipziger Messe entwickelt sich stetig weiter. Die Zeiten, indenen man in Leipzig noch Waren handelte sind ab 1894 vorbei, denn ab jetzt ist Leipzig eine reine Mustermesse.

Die Stadt wächst seit der Industrialisierung explosionsartig. Viele umliegende Orte werden eingemeindet und erreicht 1885 die 400.000 Einwohner Marke. Die städtische Infrastrucktur passt sich ebenfalls der enormen Stadtausdehnung an, denn ab 1896 verkehrt die erste elektrische Straßenbahnlinie von Connewitz nach Gohlis.
Auch wird 1899-1905 die Pleißenburg abgerissen und macht Platz für das Neue Rathaus. Das so gewaltige Ausmaße annimmt, dass es seinesgleiche in Deutschland sucht.
1900 wird der Deutsche Fußballbund in Leipzig gegründet und drei Jahrespäter wird der Vfb Leipzig erster deutscher Fußballmeister.
Leipzigs Stellung als wichtiger Verkehrknotenpunkt wird, durch den Beschlusszwischen der Staatseisenbahnverwaltungen Preußens und Sachsens, der Stadt Leipzig und der Reichspostverwaltung einen Zentralbahnhof in Leipzig zu errichten, gestärkt. Der Bau des neuen Leipziger Hauptbahnhofs dauerte von 1902-1915 und das Ergebnis war einer der größten Kopfbahnhöfe Europas. Auch im Luftverkehr gewinnt Leipzig an Bedeutung, denn 1911 wird der Leipziger Flughafen eingeweiht.
Die deutsche Bücherei wird 1912 gegründet und eine jüdische Oberschule entsteht.
Man beginnt mit dem Bau der russischen Gedächtniskirche, die an die 22.000 russischen gefallenen Soldaten in der Völkerschlacht erinnern.Pünktlich zum 100 jährigen Jubiläum des Sieges in der Völkerschlacht wird dann die St.-Alexej-Gedächtniskirche eingeweiht. Ebenfalls 1913 wird das Völkerschlachtsdenkmal von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

1914-1918 tobt der erste Weltkrieg, nach der Niederlage des deutschen Reiches wird in Sachsen, sowie in in ganz Deutschland die Monarchie abgeschafft.
1916 wird das Leipziger Messeamt gegründet und 1920 entsteht auf dem Gelände um das Völkerschlachtdenkmal die technischen Messe Leipzig.
1924 geht der Sender Leipzig, des mitteldeutschen Rundfunks das erste Mal auf Sendung. Aus diesem Grund bekommt Leipzig ein weiteres Orchester, das Rundfunksymphonieorchester.

Durch die gute wirschaftliche Lage erlebt Leipzig wirklich goldene Zwanziger Jahre. Das zeigt sich in der regen Bauaktivität. (erste Untergrundmessehalle der Welt 1926, erstes Leipziger Hochhaus 1927, neuer Flughafen in Leipzig-Halle 1927)
Doch nach den Jahren des Aufschwungs leidet Leipzig besonders schwer unter den Folgen der, 1930 ausbrechenden, allgemeinen Wirtschaftskrise.
Infolge dessen verschafft sich auch die NSDAP Gehör in Leipzig.

Während des Zeit des dritten Reiches erlebt Leipzig einige Veränderungen. Der Bürgermeister wird eingesetzt und nicht mehr gewählt, bis 1936 amtierte Carl Friedrich Goerdeler, der sich später dem Widerstand des 20. Juni 1944 anschloss.
Außerdem wird der Reichstagsbrandprozess gegen Georgi Dimitroff im Reichsgericht gehalten.
In der Reichsprogromnacht von 1938 beginnt die systematische Hetzte gegen die jüdischen Bürger der Stadt. Allein in der Reichskristallnacht werden 12 von 13 Synagogen und viele der jüdischen Geschäfte zerstört. Ab 1942, durch den Beschluss der Endlösung auf der Wannseekonferenz, werden auch die Leipziger Juden deportiert. So ist das Schicksal der über 13.000 jüdischen Bürger besiegelt.
Auch die Leipziger Messe wird durch den Krieg beeinträchtigt. In ihren Hallen finden ab 1939 keine Messen, sondern Kriegsproduktion statt.
Da Leipzig zu Beginn des zweiten Weltkriegs die fünft größte Stadt in Deutschland war und ein großes Industriezentrum, geriet die Stadt immer mehr ins Fadenkreuz der amerikanischen und britischen Bomber.
Ab 1942 wurde Leipzig regelmäßig bombardiert, der schwerste Luftangriff war am 4.12.1943. Der gesamte zweite Weltkrieg hatte verherende Folgen 44.000 Wohnungen, große Teile der Industrie und 80 Prozent der Messeanlagen wurden zerstört, rund ein fünftel der Einwohner war obdachlos. Die Zahlen der Opfer der Zivilbevölkerung waren erheblich.
Am 18.4.1945 besetzen die US-Truppen die Stadt, aber nach den Beschlüssen der Konferenz von Jalta, wurde Leipzig der sowjetischen Armee übergeben. Ebenfalls durch die Konferenz von Jalta legitimiert, begann die SU Teile der, noch vorhandenen, Industrieanlagen zu demontieren. Im Zuge der weitern politischen Entwicklungen gehört Leipzig zur DDR.

Ab 1946 kehrt langsam Normalität ein in die zerstörte Stadt, die Universität wird wiedereröffnet, und die erste Nachkriegsmesse findet statt. Der Messekomplex wird 1950 wieder erweitert.
Im Rahmen der SED-Politik wird das Land Sachsen aufgelöst und Leipzig wird Bezirkshaupstadt.
Aber die SED-Politik provoziert immer mehr Widerstand in der Bevölkerung und am 17.Juni 1953 eskaliert die Lage. Der Aufstand bewirkte das Einmarschieren sowjetischer Panzer und über die Stadt wurde 1 monatlang das Kriegsrecht verhängt.

1956 wird das, aus Trümmerschutt gebaute, Zentralstadion eröffnet, auch gibt es ab 1960 wieder ein Opernhaus in Leipzig. Und 1962 wird der völlig zerstörte Hauptbahnhof wieder aufgebaut, zwei Jahre später die alte Waage.
1968 wird auf Bestreben der SED-Führung die, noch intakte, Universitätskirche gesprengt, damit der Augustusplatz nach sozialistischen Vostellungen umgebaut werden kann.
Die Karl-Marx-Universität erhält 1975 einen neuen Gebäudekomplex, 1981 wird das neue Gewandhaus eingeweiht.

In der Nikolaikirche finden 1989 Friedensgebete statt. Die anschließenden Montagsdemonstrationen auf dem Leipziger Ring bilden den Ausgangspunkt für eine friedliche Wiedervereinigung Deutschlands. 1990 überschlagen sich die Ereignisse, die ersten freien und demokratischen Wahlen zur Volkskammer und zur Leipziger Stadtverordnetenversammlung, Währungs- und Sozialunion finden statt, bald darauf die Wiedervereinigung Deutschlands. Am 22.7.1990 wird das Land Sachsen wieder gegründet, die Haupstadt ist Dresden, obwohl Leipzig die größte Stadt ist.
Nun beginnt man mit dem Aufbau demokratischer Strukturen in Wirtschaft und Verwaltung, schließlich soll der traditionelle technische Fortschritt wieder in Leipzig Einzug erhalten. Deshlab wird 1991 beschlossen ein neues Messegelände im Leipziger Norden anzulegen. Dieses wird, mit dem neuen Terminal des Flughafens, 1996 eröffnet.
Das neue Jahrtausend startet für Leipzig erfolgreich, zwei Automobilkonzerne gründen hier eine Produktionsstätte (2000 Porsche, 2001 BMW). Der Flughafen erhält eine neue Start- und Landebahn (2000), die neue MDR Zentrale geht auf Sendung (2000). Auch der Leipziger Zoo wird erweitert und erhält die weltgrößte Menschenaffenanlage.
Die Bewerbung Leipzigs für die Olympischen Spiele 2012 gewinnt die innerdeutsche Ausscheidung, scheitert aber bei der Vergabe 2004.
2002 zieht das Bundesverwaltungsgericht in den Bau des ehemlaigen Reichsgerichts. Der Flughafen wird 2003 wieder um ein neues Terminal erweitert.
2004 wird das neue Zentralstadium eröffnet, indem beim FIFA Confederations Cup 2005 Spiele ausgetragen wurden. Bei der WM 2006 ist Leipzig die einzige Spielstätte in den neuen Ländern.